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1974 gewann Kurt Faltlhauser den Stimmkreis im Münchner
Westen mit 53 %. Bei allen Wahlen sowohl in den Bayerischen
Landtag als auch in den Deutschen Bundestag hat er immer die
absolute Mehrheit in seinem Stimmkreis bzw. in seinem Wahlkreis
errungen.
Bemerkenswert dabei war jeweils der große Vorsprung von
der Erststimme (Persönlichkeitswahl) zur Zweitstimme (Parteistimme).
Auch bei seiner letzten Wahlauseinandersetzung im Jahr 2003
war Kurt Faltlhauser besonders erfolgreich: Er errang mit 24.000
Stimmen auf der Oberbayern-Liste das mit Abstand beste Ergebnis
aller reinen Listenabgeordneten in Oberbayern.
Seine erfolgreichen Wahlkampagnen machten Kurt Faltlhauser zu
einem herausragenden Wahlkämpfer der CSU.
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1978 war Peter Schmidhuber von Franz-Josef Strauß von
Bonn ins bayerische Kabinett geholt worden. Kurt Faltlhauser
kandidierte als Nachfolger des späteren EU-Kommissars der
Europäischen Union 1980 für den Deutschen Bundestag.
Der Wahlkreis war wiederum der Münchner Westen (Wahlkreis
207).
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In Bonn kümmerte
sich Kurt Faltlhauser in den ersten Jahren zunächst um
die Gesundheitspolitik ("Gesundheitspolitischer Sprecher
der CSU-Landesgruppe").
Später wandte er sich der Finanzpolitik zu. Er wurde zunächst
finanzpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe, dann finanzpolitischer
Sprecher der Gesamtfraktion der CDU/CSU, schließlich, 1992, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion
unter Wolfgang Schäuble.
1994 holte ihn Theo Waigel als parlamentarischer Staatssekretär
ins Bundesfinanzministerium.
Im November 1995 nahm er das Angebot seines alten Freundes
Edmund Stoiber an, von Bonn nach München als "Leiter
der Staatskanzlei" zu kommen.
"Es war keine leichte Entscheidung, einen sicheren Wahlkreis
und das Amt des Staatssekretärs abzugeben. Aber es war
gerade auch aus heutiger Sicht in jeder Beziehung die richtige
Entscheidung."
Von 1998 bis 2007 war Kurt Faltlhauser bayerischer Finanzminister. |
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"Die Zeit als Studentenvertreter hat mich zum politischen
Menschen, zum Parlamentarier, auch zum Kämpfer für
meine Überzeugungen gemacht. Irgendwie bin ich ein konservativer
68er."
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Den entscheidenden
Anstoß für die Politik hat Kurt Faltlhauser in Berlin
der Jahre 1963/64 erhalten. Dort, im eingeschlossenen
Kessel der Inselstadt waren die "68er-Jahre" bereits
Anfang der 60er Jahre virulent: "Sit-ins", Dauerdemonstrationen
und Blockaden waren dort bereits 1963 üblich. Dies
gab Faltlhauser den Anstoß für sein hochschulpolitisches
Engagement sofort nach der Rückkehr an die Münchner
LMU: Er kandidierte für den LMU-Universitätskonvent,
wurde Fakultätssprecher der Staatswissenschaftlichen Fakultät
und im Mai 1965 Vorsitzender des ASTA, des Allgemeinen
Studentenausschusses der LMU, damals noch Organ einer "verfassten
Studentenschaft".
Faltlhauser versuchte - wie durch wissenschaftliche Aufarbeitungen
bereits dokumentiert - die zunehmende allgemeine Politisierung
und den Linkstrend an der Universität durch eine Beschleunigung
der Reformen innerhalb der Universität aufzuhalten. Die
Organisation des Protesttages am 1. Juli 1965 ebenso
wie sein "Mensa-Boykott" dokumentieren diese Bestrebungen.
Vor seinem Abgang nach einem Jahr im Februar 1965/66
gründete er noch die Münchner Studentenunion (MSU),
die drei Jahre später wiederum die Mehrheit gewinnen sollte.
Gegenkandidat von Kurt Faltlhauser bei der Wahl zum ASTA-Vorsitzenden
im Jahr 1965 war der spätere Beauftragte der Bundesregierung
für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Michael
Naumann; einer der Hauptkontrahenten im Konvent war der spätere
RAF-Terrorist Rolf Pohle.
1964 tritt Faltlhauser der CSU bei, 1972 wird
er Ortsvorsitzender der CSU in Obermenzing: Er übernimmt
59 Mitglieder, zwei Jahre später sind es 320.
1973 kandidiert er gegen den amtierenden Landtagsabgeordneten
des Münchner Westens, Willi Lucke und gewinnt knapp. Dies
ist bis heute der einzige Fall einer erfolgreichen Gegenkandidatur
eines Neulings gegen einen amtierenden Abgeordneten in der Geschichte
der CSU München. |
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